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PR-Gag von Klimafrevlern: Media Markt und Saturn versprechen Energieeffizienz Drucken E-Mail
Freitag, 22 September 2006
Berlin: Zur heutigen Ankündigung, die „Initiative Energieeffizienz“ der Deutschen Energie-Agen­tur GmbH (dena) kooperiere ab sofort mit den Elektrofachmärkten Media Markt und Saturn, erklärt Matthias Seiche, Klimaexperte vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND): "Die Werbestrategen von Saturn und Media Markt sind Meister in der Irreführung ihrer Kunden. Wer Strom sparende Geräte sucht, sollte nicht auf die PR-Gags des Metro-Konzerns hereinfallen sondern sich unbedingt über Alternativen informieren."
Der BUND rät den Verbrauchern, die Produktinformationen des Metro-Konzerns sorgfältig zu prüfen. Im Mai dieses Jahres hatte der Umweltverband das Sortiment in zehn Filialen von Media Markt und Saturn analysiert. Das Ergebnis war: Über siebzig Prozent der Kühlgeräte beider Anbieter waren ineffizienter als moderne Geräte mit „A Plus“- oder „A Plus-Plus“-Kennzeichnung. Die meisten der angebotenen Geräte verbrauchen im Jahr über 100 Kilowattstunden mehr Strom als sparsame Vergleichsgeräte.

 Die Stromkosten ineffizienter Kühlschränke von Metro lägen während ihrer Gesamtnutzungsdauer um mehr als 250 Euro höher als bei sparsamen Alternativen. Noch Anfang September habe Saturn in einem Werbeprospekt mit der Überschrift "Energie sparen zahlt sich richtig aus!" für Wäschetrockner der schlechten Effizienzklasse „C“ geworben. Eine Kühlgefrierkombination, die über 500 Kilowatt­stun­den Strom pro Jahr verbrauche, habe Saturn als "energiesparend" bezeichnet, obwohl wirklich sparsame Geräte weniger als ein Drittel benötigen.

Der BUND kündigte an, das Sortiment von Media Markt und Saturn in den nächsten Wochen erneut zu kontrollieren. Wenn sich der Verdacht bestätige, dass unter dem Deckmantel "Strom sparen bei Saturn und Media Markt" weiter zahlreiche Stromfresser verkauft werden, müsse die Deutsche Energieagentur (dena) ihre Zusammenarbeit mit dem Metro-Konzern stoppen.

Seiche: "Es ist skandalös genug, dass Media Markt und Saturn ihren Kunden mit ineffizienten Geräten Geld aus den Taschen ziehen. Aber auch die Deutsche Energieagentur sollte ihre Partner sorgfältiger auswählen. Es darf nicht für Unternehmen die Werbetrommel gerührt werden, in deren Sortimenten Stromfresser dominieren."

Eine Analyse der Schwachstellen des Metro-Konzern in Sachen Klimaschutz finden Sie im Internet unter:
http://vorort.bund.net/klimaschutz/publikationen/publikationen_72/files/1641_bund-schwachstellenanalyse-mediamarkt-saturn.pdf

Weitere Informationen und Beispiele für die irreführende Werbung des Metro-Konzern erhältlich bei:
Matthias Seiche, BUND-Klimaexperte, , Tel. 030-27586-433 bzw.
Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464/-489, Email: , www.bund.net

[Pressemitteilung, BUND, 21.09.2006]
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Newsflash
NABU kritisiert Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts

Berlin -- Der NABU hat die heute von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer vorgestellten Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts scharf kritisiert. *Die Bestimmungen zur Sicherheit, zur Informationspflicht oder zur Haftungsfrage sind reine Fassade", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit diesem Eckpunktepapier bekämen die Erforschung und der Anbau gentechnisch veränderter Organismen eindeutige Priorität gegenüber dem Natur- und Verbraucherschutz. Eine Abstimmung mit anderen Ressorts oder dem Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung sei in dem Papier nicht zu erkennen, so der NABU-Präsident.

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