|
Das WildGreen-Portrait zum Feldhamster...
Aussehen: Grösse: 20-40cm Gewicht: 200-500g Färbung: Körperstamm gelblich" braun mit schwarzem Unterfell, Kopf rotbraun mit weisser Wangen- und Kinnzeichnung, weissem Halsband und weissen Flecken auf allen Pfoten. Rückseite der Vorderpfoten ebenfalls mit weissem Fleck versehen. Es existieren regional-typische Farbvarianten
Sinnesorgane: Augen: Relativ gross, aber ohne gutes Sehvermögen Nase: Geruchssinn sehr gut ausgeprägt Ohren: Grosse Ohrmuscheln als Schalltrichter, ausgesprochen feinsinniges Hörvermögen
Lebenserwartung: Max . 4 Jahre
Fortpflanzung: Revierverhalten: Festes Revier des Männchens, Paarung mit mehreren ist Weibchen möglich Paarungsperioden: April/Mai und Juli/August Tragezeit: ca. 20 Tage Wurfzahl: 2 Würfe mit je 4-10 zunächst nackten Jungtieren Aufzuchtdauer: Bis maximal 4 Wochen Geschlechtsreife: Weibchen sind bereits nach 10 Wochen geschlechtsreif
Verbreitung: Schwerpunkt in Mitteldeutschland, vorrangig Niedersachsen, östliche Ausrichtung Thüringen und Sachsen-Anhalt
Lebensraum: Feld- Ackerlandschaften mit Lehmboden bei Bodentiefe über 1m
Bau: Meist an Böschungen und Ackerrändern gelegen, häufig mehrere Bauten in direktem Umfeld. Bauten als Röhrensysteme mit senkrechten Ein-und Ausgangsröhren, sogenannten Fallröhren. Der verbindende waagerechter Bereich ist unterteilt in Vorrats-, Wohn-, sowie den Kloakenbereich.
Nahrung: Generalist, ernährt sich aus einem breiten Pflanzenspektrum von Kräutern, Gräsern, Kohl, Karotten, etc. und tierischer Nahrung wie Käfer, Würmer und auch Kleinstsäugern.
Verhalten: Aktivität: Nachtaktiv, beginnt in der Dämmerung mit seinen Streifzügen nach Nahrung Winterschlaf: Ende August Verschluss des Baus bis Ende März, unterbrochen von Schlafpausen zur Futteraufnahme. Diese Pausen sind anfangs beinahe täglich, dann in immer grösseren Zeitabständen. Im März erfolgt dann wieder die öffnung des Baus. Nahrungsvorrat: Sammelt enorme Menge an Futter als Wintervorrat, grösste gewogene Menge 7,5Kg Als Beutetier: Aufgrund seines walzenförmigen Körper kein Fluchttier, lebt scheu und vorsichtig und hält sich möglichst in der Nähe des Baus auf. Im Abwehrfalle eher aggressiv als defensiv, nutzt Knurr-und Zischlaute als Drohgebärde, beisst auch heftig zu. Im Revier: Einzeltier ohne feste Partnerbindung, verteidigt seinen Bereich ausserhalb der Paarungszeit gegen alle Artgenossen.
Systematik: Klasse: Mammalia Säugetiere Ordnung: Rodentia Nagetiere Unterordnung: Myomorpha Mäuseähnliche Familie: Cricetidae Wühler Unterfamilie: Cricetinae Hamster
In Europa sind 3 Gattungen mit je einer Unterart beheimatet. In Deutschland ist nur der Feldhamster heimisch. In den 60ger Jahren noch als Schädling bekämpft, dadurch zwischenzeitlich beinahe ausgestorben, steht der Feldhamster heute unter Naturschutz. |