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Feldhamster (Grosshamster) Cricetus cricetus Drucken E-Mail
Donnerstag, 26 Februar 2004
Das WildGreen-Portrait zum Feldhamster...

Aussehen:
Grösse: 20-40cm
Gewicht: 200-500g  
Färbung: Körperstamm gelblich" braun mit schwarzem Unterfell, Kopf rotbraun  mit weisser Wangen- und Kinnzeichnung, weissem Halsband und weissen Flecken auf allen Pfoten. Rückseite der Vorderpfoten ebenfalls mit weissem Fleck versehen. Es existieren regional-typische Farbvarianten


Sinnesorgane:
Augen: Relativ gross, aber ohne gutes Sehvermögen
Nase: Geruchssinn sehr gut ausgeprägt
Ohren: Grosse Ohrmuscheln als Schalltrichter, ausgesprochen feinsinniges Hörvermögen


Lebenserwartung: 
Max . 4 Jahre


Fortpflanzung:
Revierverhalten: Festes Revier des Männchens,  Paarung mit mehreren ist Weibchen möglich
Paarungsperioden: April/Mai und Juli/August
Tragezeit: ca. 20 Tage
Wurfzahl: 2 Würfe mit je 4-10 zunächst nackten Jungtieren
Aufzuchtdauer: Bis maximal 4 Wochen
Geschlechtsreife: Weibchen sind bereits nach 10 Wochen geschlechtsreif


Verbreitung: 
Schwerpunkt in Mitteldeutschland, vorrangig Niedersachsen,  östliche Ausrichtung Thüringen und Sachsen-Anhalt


Lebensraum:  
Feld- Ackerlandschaften mit Lehmboden bei Bodentiefe über 1m


Bau: 
Meist an Böschungen und Ackerrändern gelegen, häufig mehrere Bauten in direktem Umfeld. Bauten als  Röhrensysteme mit senkrechten Ein-und Ausgangsröhren, sogenannten Fallröhren. Der verbindende waagerechter Bereich ist unterteilt in Vorrats-, Wohn-, sowie den Kloakenbereich.


Nahrung: 
Generalist, ernährt sich aus einem breiten Pflanzenspektrum von Kräutern, Gräsern, Kohl, Karotten, etc. und tierischer Nahrung wie Käfer, Würmer und auch Kleinstsäugern.


Verhalten: 
Aktivität: Nachtaktiv, beginnt in der Dämmerung mit seinen Streifzügen nach Nahrung
Winterschlaf: Ende August Verschluss des Baus bis Ende März, unterbrochen von Schlafpausen zur Futteraufnahme. Diese Pausen sind anfangs beinahe täglich, dann in immer grösseren Zeitabständen. Im März erfolgt dann wieder die öffnung des Baus.
Nahrungsvorrat: Sammelt enorme Menge an Futter als Wintervorrat, grösste gewogene Menge 7,5Kg
Als Beutetier: Aufgrund seines walzenförmigen Körper kein Fluchttier, lebt scheu und vorsichtig und hält sich möglichst in der Nähe des Baus auf. Im Abwehrfalle eher aggressiv als defensiv, nutzt Knurr-und Zischlaute als Drohgebärde, beisst auch heftig zu.
Im Revier: Einzeltier ohne feste Partnerbindung, verteidigt seinen Bereich ausserhalb der Paarungszeit gegen alle Artgenossen.


Systematik:
Klasse: Mammalia Säugetiere
Ordnung: Rodentia Nagetiere
Unterordnung: Myomorpha Mäuseähnliche
Familie: Cricetidae Wühler
Unterfamilie: Cricetinae Hamster 

In Europa sind 3 Gattungen mit je einer Unterart beheimatet. In Deutschland ist nur der Feldhamster heimisch. In den 60ger Jahren noch als Schädling bekämpft, dadurch zwischenzeitlich beinahe ausgestorben, steht der Feldhamster heute unter Naturschutz.

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Newsflash
NABU kritisiert Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts

Berlin -- Der NABU hat die heute von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer vorgestellten Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts scharf kritisiert. *Die Bestimmungen zur Sicherheit, zur Informationspflicht oder zur Haftungsfrage sind reine Fassade", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit diesem Eckpunktepapier bekämen die Erforschung und der Anbau gentechnisch veränderter Organismen eindeutige Priorität gegenüber dem Natur- und Verbraucherschutz. Eine Abstimmung mit anderen Ressorts oder dem Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung sei in dem Papier nicht zu erkennen, so der NABU-Präsident.

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