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Rote Waldameise (Formica rufa) Drucken E-Mail
Freitag, 20 Februar 2004
Das WildGreen-Portrait zur Roten Waldameise...

Weitere Namen:
Große Rote Waldameise
 
Familie:
Formicidae (Ameisen)
 
Ordnung:
Hymenoptera (Hautflügler)
 
Vorkommen:
In Europa weit verbreitet, in Südeuropa seltener, außerdem in Nordamerika und Sibirien
 
Lebensraum:
Wälder, besonders Nadelwälder
 
Aussehen:
- Kopf und Hinterleib schwarz, Rücken rotbraun
- Arbeiterinnen 4-9 mm lang
- Königin und Männchen 9-11 mm lang
 
Nahrung:
Insekten (wichtig als Vertilger von Forstschädlingen), Honigtau von Blattläusen, Pflanzensamen
 
Entwicklung:
Die Neugründung eines Ameisenstaats erfolgt durch Ausschwärmen der geflügelten Geschlechtstiere. Nach der Paarung wirft die junge Königin ihre Flügel ab, dringt in das Nest einer kleineren Ameisenart ein und tötet dort die Königin. Anschließend lässt sie ihre erste Brut von Arbeiterinnen der fremden Art großziehen, bis diese völlig verdrängt ist.
 
Die Ameisenkönigin kann bis zu 20 Jahre alt werden, die Arbeiterinnen bis zu 6 Jahren.
 
Allgemeines:
Die Rote Waldameise steht unter Naturschutz. Ihre kuppelförmigen Nester werden daher oft durch Drahtgitter geschützt. Die Nester werden vor allem aus Baumnadeln gebaut. Diese Haufen können bis zu einem Meter hoch sein, stellen aber nur einen Teil des gesamten Ameisennests dar. Unter der Erdoberfläche kann das Nest noch bis zu zwei Meter in die Tiefe reichen. In einem Nest können etwa 500 000 bis 800 000 Individuen leben, die alle von einer einzigen Königin abstammen.
 
Die Arbeiterinnen übernehmen im sozialen Ameisenstaat unterschiedliche Aufgaben, z.B. Brutpflege, Reinigung und Nestbau, Futtersuche, Verteidigung usw.
 
Die Rote Waldameise besitzt keinen Giftstachel. Zur Feindabwehr wird das hauptsächlich aus Ameisensäure bestehende Gift verspritzt. Eine sehr wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen den Ameisen spielen Signalstoffe (Pheromone).
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Newsflash
NABU kritisiert Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts

Berlin -- Der NABU hat die heute von Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer vorgestellten Eckpunkte zur Novellierung des Gentechnikrechts scharf kritisiert. *Die Bestimmungen zur Sicherheit, zur Informationspflicht oder zur Haftungsfrage sind reine Fassade", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Mit diesem Eckpunktepapier bekämen die Erforschung und der Anbau gentechnisch veränderter Organismen eindeutige Priorität gegenüber dem Natur- und Verbraucherschutz. Eine Abstimmung mit anderen Ressorts oder dem Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung sei in dem Papier nicht zu erkennen, so der NABU-Präsident.

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