Von Manfred Giebing, Norken
AllgemeinesNeben dem Haussperling ist die Amsel ein anpassungsfähiger Kulturfolger. Sie war vor einem halben Jahrhundert noch ein scheuer Waldvogel, der nach und nach in die Ortschaften vordrang und heute in den Städten einer der häufigsten Vögel ist.
Sie sucht immer die Nähe des Menschen und ist doch auf Abstand bedacht und ständig auf dem Sprung, in die sichere Deckung zu verschwinden. Schon im 13. Jahrhundert wurde vom Dominikanermönch Magnus der Name der Amsel genannt. Sie besaß besonders im deutschsprachigen Raum einen großen Bekanntheitsgrad, dieses zeigen die vielen Trivialnamen, von denen sich Amsel, Schwarzdrossel und Schwarzmerle herauskristallisiert haben. Systematik
Nach WOLTERS (1975-1987):
Familie | Muscicapidae | Sänger | Gattung | Merula BOOD., 1783 | | Art | Merula (Turdus) merula (L., 1758) | AMSEL (Schwarzdrossel) | Unterarten | Mauritanica, cabrerae, azorensis, aterrima, syriaca, intermedia, maxima, sowerbyi, mandarinus, die beiden Letztgenannten sind wahrscheinlich eine eigene Art. |
Verbreitung
Die Amsel ist in fast ganz Europa, ohne den hohen Norden, Nordafrika und einen Großteil des südlichen Asiens verbreitet. Der Mensch brachte sie nach Australien, wo sie heute nur stellenweise, aber dann häufig anzutreffen ist. Sie wurde auch in Neuseeland eingeführt und hier ist sie zum gewöhnlichem Vogel geworden. Für uns in Deutschland gilt die Nominatform Turdus merula merula. Sie überwintert überwiegend im Brutgebiet, nur die Jungvögel ziehen im 1. Lebensjahr in Richtung Südwesten nach Belgien oder Frankreich zum überwintern. Der Anteil der ziehenden Amseln war früher größer, heute aber kommen sie an die Futterhäuschen in den Ortschaften, wobei erstaunlicherweise viele Waldamseln sind. Lebensraum
Die anpassungsfähige Amsel ist inzwischen so weit, dass sie jeden Lebensraum besiedeln kann, wenn er Nahrung bietet. So können große Gegensätze auftreten, wie die City einer Großstadt oder kahle äcker. Sie hält sich gerne im Herbst und Winter in Hecken auf, die sich in Nähe der Futterhäuschen befinden. War die Amsel jahrzehntelang bemüht sich in die Nähe der Menschen anzusiedeln, so gibt es inzwischen wiederum Strömungen von der Stadt zurück in den Wald. Kennzeichen
Die Größe der Amsel liegt bei etwa 25 Zentimetern und einem Gewicht von 95 Gramm. Das Männchen ist leicht kenntlich am vollständig schwarzem Gefieder mit gelbem oder orangefarbenem Schnabel und Augenring. Das Weibchen ist variabel, dunkelerdbraun, mit heller Kehle und warmbrauner oder gelblicher Brust und Bauch, ziemlich undeutlich schwarz gefleckt und gestreift. Der Schnabel ist hellhornfarben mit bräunlichem Oberschnabelfirst. Der lange Schwanz ist rund und die Flügel sind runder als bei anderen Drosseln. Der Jungvogel ähnelt dem Weibchen, ist aber mehr orangebraun und stärker gefleckt und gestreift, ebenso mit hellen Punktflecken auf der Oberseite. Der frisch geschlüpfte Nestling ist an Kopf und Rücken schütter mit ziemlich langen hell zimtgrauen Dunen besetzt. Der Rachen ist gelb mit gelblich weißen Randwülsten. Die Füße sind gelblich bis fleischfarben. Verhalten
Sie ist tag- und dämmerungsaktiv. Auf Wanderungen zieht sie gewöhnlich des Nachts in kleinen Trupps. Die Amsel trifft man gewöhnlich einzeln oder in Paaren an. Ihr häufiges und besonders lautes Zetern lässt sie bevor sie sich zur Ruhe begibt hören. Sie übernachtet einzeln bzw. gesellig in Nadelbäumen oder dichtbelaubten Sträuchern, Hecken oder Schilf. Gerne nimmt sie ein Sonnenbad und wenn es geht anschließend noch ein Wasserbad. Sie ist so versessen auf Baden, dass sie selbst im Winter nicht darauf verzichtet. Auch gönnt sie sich den Genuss des Einemsens. Den größten Teil des Tages verbringt sie auf dem Boden. Je nach Bodenbeschaffenheit läuft oder hüpft sie. Meistens wechselt beides. Zwischendurch bleibt sie mal stehen und beobachtet die Umgebung. Bei großer Kälte wird sofort nach dem Fliegen oder Laufen ein Bein eingezogen und der Lauf des Standbeines bleibt mit Federn bedeckt. Amseln sind ziemlich territorial und können zur Brutzeit selbst ihr Spiegelbild im Wasser oder an Autofelgen bekämpfen. Stimme
Der Gesang der Amsel gehört neben dem der Nachtigall zu den schönsten Vogelgesängen. Er besteht aus volltönenden, feierlich klingenden flötenden Elementen und endet mit einem leisen Schnirpsen. Der Gesang beginnt schon vor Sonnenaufgang und geht bis nach Sonnenuntergang. Vorgetragen wird er von erhöhter Singwarte aus, z.B. Dachspitze, Antenne oder Baumwipfel und bringt zwischen die Betonfassaden einen letzten Hauch von Natur. Ist sie beunruhigt und erregt so drücken die »Tschak«- Rufe Unsicherheit und Angst aus. Der Hasslaut »Tix-tix-tix« wird zum Vertreiben von Artgenossen, Katzen, Eulen und Rabenvögel gebraucht. Vor Luftfeinden wird mit weit geöffnetem Schnabel ein langgezogenes, hohes »Ssieh« gewarnt. Gerade hier entwickelte die Amsel ein merkwürdiges Verhalten. Zunächst wurde der Ruf nur bei wirklicher Gefahr gebraucht, inzwischen jedoch auch, wenn ihnen eine andere Amsel einen guten Brocken vor der Nase wegschnappte. Dann warnten sie schon, wenn eine reichhaltige Nahrungsquelle entdeckt wurde, was den Vorteil hatte, der Rufer konnte sich die Nahrung packen, während die anderen in Deckung gingen oder auf der Stelle verharrten. Es konnte aber auch passieren, dass die anderen warnend in Deckung stürzten und die Alarm auslösende Drossel wurde mitgerissen. Bei Aggression lässt sie ein schnelles Schnabelknappen hören. Amseln lernen nicht nur Rufe und Gesang von ihren Artgenossen, sondern imitieren auch fremde Laute. So können sie den Gesang von anderen Vögel nachmachen. Hier einige Beispiele: - Den Gesang der Singdrossel. Es fehlte nur der gepresste Schluss. - Das Lachen des Grünspechtes und der »Kli-öh«- Ruf des Schwarzspechtes. - Selbst die Pfiffe des Menschen können nachgeahmt werden. - Weiter können Teile vom Gesang des Mauerseglers, Blaumeise, Girlitz, Hänfling, Grünling, Rauchschwalbe imitiert werden. - Selbst schwierige Sachen wie Hühnergackern oder Sirenentöne bauen sie in den arteigenen Gesang ein. Fortpflanzung
Die Geschlechtsreife tritt bei Amseln jeweils im Frühjahr des 2. Lebensjahres ein. In der Regel führen sie eine monogame Saisonehe. In der Zeit von Anfang April bis Ende Juli/August werden meist 2 Bruten, bei guter Witterung und reichlichem Nahrungsangebot sind Drittbruten, besonders in der Stadt nachgewiesen. Amseln auf den Kanaren beginnen mit der Brut im Februar, wo sie 3, seltener 4 Bruten durchführen. Bei Verlust des Geleges können bis zu 5 Ersatzgelege erfolgen. Paarbildung, Balz
Die Paarbildung kann schon im Winterrevier des Männchens oder Weibchens erfolgen. Das Männchen treibt das Weibchen, bleibt dieses sitzen, so wird es beflogen. Es kann aber auch durch das Imponiergehabe des Männchens zur Kopula gebracht werden. Das Männchen geht dann, um seine Gelbtöne zu zeigen, hochaufgerichtet und mit langgestrecktem Hals - ansonsten ist das Gefieder aufgeplustert - vor dem Weibchen hin und her und lässt dabei seine Balztöne hören. Ist das Weibchen bereit, so fordert es durch seine waagerechte Haltung des Körpers zur Paarung auf. Bei festverpaarten Amseln kommt es zur Begattung ohne Aufforderung. Standvögel haben einen festeren Zusammenhalt und es wird oft eine Dauerehe geführt. Nest
Das Männchen sucht in seinem Revier mehrere Stellen für das Nest aus. Es fliegt im Niedrigflug immer wieder diese Stellen an und zeigt durch Ducken jeweils die Stellen dem Weibchen. Hierbei singt es leise. Ist das Weibchen mit dem Platz einverstanden, setzt es sich dort hin oder holt einen Halm und legt ihn da ab. Beim Standort und Bau des Nestes zeigt das Amselweibchen eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit. Für die Erstbruten werden Nadelhölzer und für die Zweitbruten Laubgehölze als Neststandort gewählt. Der Nestbau ist ausschließlich Sache des Weibchens und wird durch das Männchen überwacht. Teilweise begleitet es bei der Materialsuche auch sein Weibchen. Hat das Weibchen Material gefunden, fliegt es nie direkt das Nest an, sondern auf versteckten Wegen. Kurz vor dem Nestplatz fliegt es zuerst eine Warte an und beobachtet, ob ein Feind in der Nähe ist, denn es möchte das Nest nicht verraten. Das Grundnest wird aus feinen Zweigen gefertigt, welche mit feuchter Erde vermauert werden. Durch Trampeln mit den Füßen und Drehen des Körpers formt es die Nistmulde. Der Nestrand wird aus Moos und Halmen gefertigt. Ist dieser hoch genug, wird aus feuchter Erde noch die Nestmulde gefertigt und ausgekleidet. Die Baudauer kann zwei bis fünf Tage betragen. Das Nest ist ein tiefes Napfnest, welches so angelegt wird, dass es von oben gegen Regen geschützt ist. Je nach Standort können die Durchschnittmaße eines Nestes betragen: Außendurchmesser 146 x 168 Millimeter, Muldendurchmesser 94 x 103 Millimeter, Muldentiefe 50 x 85Millimeter und die Nesthöhe 80 x 187 mm. Merkwürdige Neststandorte können sein Laternenpfahl und Schrotthaufen. Je vertrauter Amseln dem Menschen gegenüber geworden sind, je abstrakter kann der Neststandort ausfallen. Nester welche sich bewährt haben, können mehrmals benutzt werden. Ei, Gelege
Die Form der Eier ist oval. Ihr Schalengrund ist bläulichgrün und dicht mit hell rostroten Flecken bzw. Sprenkeln, zum stumpfen Pol hin verdichtet, besetzt. Die Eiablage erfolgt täglich in den frühen Morgenstunden, wobei schlechte Witterung die Eiablage verzögern kann. Ihr Schalengrund ist bläulichgrün und dicht mit hell rostroten Flecken bzw. Sprenkeln, zum stumpfen Pol hin verdichtet, besetzt. Ein Gelege besteht meistens aus 4 bis 5 Eiern. Während das Weibchen ab dem letztgelegten Ei brütet, wird es vom Männchen bewacht. Bei Gefahr stößt es seinen Warnruf aus und das Weibchen drückt sich tief ins Nest. Je nach dem wie weit die Brut fortgeschritten ist, verlässt es das Nest früh bzw. spät. Sind Junge im Nest, so verleiten beide oder greifen sogar an. Es gibt Weibchen, die sitzen so fest, dass man sie mit der Hand hochheben kann. Das Weibchen muss sich auch selber während der Brutzeit mit Nahrung versorgen. Ganz selten kommt es vor, dass sich ein Männchen aufs Nest setzt. Bei ungestörtem Brutverlauf beträgt die Brutzeit 13 - 14 Tage. Schlupf, Aufzucht
Der Schlupf der Jungen kann sich über zwei Tage hinziehen. Sie wiegen zwischen 5 und 6 Gramm. Schon in den ersten Stunden melden sie sich mit leisen Lauten. Sie werden dann vom Weibchen mit Speichel gefüttert, wobei dann auch gleichzeitig Enzyme übergeben werden, die bei der Nahrungsverdauung hilfreich sind. Ihre kleinen Nestlinge füttern die Eltern besonders in den ersten Tagen mit kleinen Insekten, um danach verstärkt Regenwürmer zu verfüttern. Bei größeren Jungen kann es auch schon vorkommen, dass sie mit Beeren oder Obst gefüttert werden. Eierschalen und Kot werden vom Weibchen verschluckt. Die Jungen werden bis zum 6. Tag gehudert und dann nur noch in der Nacht. Ab jetzt darf auch das Männchen die Jungen direkt füttern. Vorher übergab es das Futter immer dem Weibchen, welches es an die Jungen weitergab. Jedes Mal wenn das Männchen mit Futter ankommt, singt es leise auf dem Nestrand. Die Jungen haben jetzt auch die Augen geöffnet und sperren gezielt den Altvogel an. Ab dem 9. Tag geben die Jungen den Kot über den Nestrand ab. Bei Warnrufen der Eltern ducken sich die Jungen ins Nest. Sie können jetzt auch schon vor einem Feind, obwohl sie noch nicht flügge sind, das Nest verlassen. Sie verstecken sich dann sofort im Dunkel des Gebüsches. Nach einiger Zeit geben sie dann von dort ihre Kontaktrufe ab und ein Elternvogel erscheint mit Futter. In der Regel verlassen junge Amseln das Nest mit 14 Tagen. Voll flugfähig sind sie mit 18 Tagen und mit 20 Tagen nehmen sie selbständig Futter auf. Mauser
Die Amsel wechselt ihr Gefieder nur einmal im Jahr. Die Jugendmauser ist eine Teilmauser und findet abhängig vom Schlupfdatum in der Zeit von Mitte Juni bis Oktober, bei späten Bruten bis Dezember statt. Alle folgenden Mausern sind Vollmausern, welche frühestens im März, spätestens Ende August beginnen und Anfang September/Ende Oktober beendet sind. Amseln neigen bei plötzlicher Gefahr zur Schreckmauser, wobei sie, wie die meisten anderen Vogelarten, die Steuerfedern abwerfen. Ernährung
Die Amsel sucht ihre Nahrung bevorzugt auf oder im Boden. Die Nahrung ist omnivor. Es muss aber das Jahr über animalische Kost, wenigstens minimal aufgenommen werden. Sie weicht dann auf Beeren und weiche Früchte aus. Es wird jeweils die ergiebigste Nahrungsquelle konsequent ausgebeutet, und sie fällt dann auch wegen ihrer Erlangbarkeit entsprechend aus. Die Nahrung kann sehr vielseitig sein. Auf der Suche nach Regenwürmern hüpft sie über kurzen Rasen, verhält dann einen kurzen Moment, beobachtet mit schiefgehaltenem Kopf eine bestimmte Stelle, hüpft hin und stößt blitzschnell zu. Breitbeinig wird dann der Wurm ruckhaft aus der Erde gezogen. Hat sie ihn verfehlt, so hackt sie die Erde auf. Es können so Trichter bis 4 cm Tiefe entstehen. Auch dreht sie gerne beim Falllaub Blätter um und zwar sehr schnell und packt dann den Ohrwurm bzw. ein anderes Insekt. Ab und an erbeutet sie auch fliegende Insekten. Im Herbst und Winter überwiegen Beeren und Fallobst. Meistens erntet sie die Beeren durch Anfliegen und nicht sitzend vom Ast aus. Diese Früchte sind im Winter gegoren und enthalten besonders hohe Alkoholkonzentrationen. Biologen der Uni Frankfurt stellten fest, dass Amseln selbst mit drei Promille Alkohol im Blut noch normal fliegen und singen können. Sie besitzen ein Enzym im Magen, welches den Alkohol in zwei Stunden abbaut. Seltener erbeutet sie am flachen Wasser Wasserschnecken, Wasserinsekten und kleine Fische. Falls für sie erreichbar, werden auch kleinere Reptilien wie Blindschleichen, Eidechsen und auch Frösche verzehrt. Unverdauliche Teile wie Chitinreste oder harte Fruchthäute werden als Speiballen ausgewürgt. Eine Unart dürfte wohl sein, dass sie gerne Vogeleier und Vogeljunge aus dem Nest kleinerer Vögel nimmt. Meines Erachtens trifft dieses hauptsächlich bei Stadtamseln zu. Wie heißt es so schön: "Gelegenheit macht Diebe!" Wo viele Kleinvögel brüten, bedient sich die Amsel, besonders wenn sie ohne viel Aufwand ihre Nahrung bekommen kann. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Amseln, welche junge Meisen, Rotkehlchen, Rotschwänzchen oder andere Jungvögel füttern. Man beachte, dass sie sehr viele für den Menschen giftige Beeren wie Seidelbast, Efeu, Geißblatt, Eibe usw. aufnimmt, ohne sich zu schaden. Das hängt aber in erster Linie damit zusammen, dass die Amsel nur das Fruchtfleisch verwertet und nicht den giftigen Kern, der oft auch nur über diesen Umweg zum Keimen kommt. Es ist weniger bekannt, dass die Amsel zum Beispiel der Singdrossel größere Gehäuseschnecken oder Rotdrosseln einen Regenwurm abnimmt. Meistens jedoch ist ihr das zu umständlich, da sie viel schneller auf einer Wiese einen Regenwurm erbeuten kann. Im Winter ist sie auch am Futterhaus zu finden. Ausklang
Untersuchungen von STEIN (1974) ergaben, dass von 95 Amselnestern 79 Verlustnester waren und nur 16 Nester erfolgreiche Bruten ergaben. Er vermutet, dass die Hälfte des Schadens durch den Eichelhäher verursacht wurden. Dieses dürfte aber wohl nur auf die "Waldamsel" zutreffen, für die "Stadtamsel" ist neben Katzen vor allem die Elster der größte Verursacher. Ein Vergleich ist aber schlecht möglich, da die Zahlen saisonal, regional und habitatsbedingt sind. Dass aus der einst scheuen Waldamsel ein anpassungsfähiger Kulturfolger, die heutige Stadtamsel geworden ist, wer hätte das gedacht. Die heutige Verstädterung der Amsel ist soweit fortgeschritten, dass Ornithologen sich inzwischen Gedanken machen über ihre großstädtische Verwahrlosung. Diese drückt sich durch Unterlassung des Singens und auch durch eine Störung ihres Sozialverhaltens aus. Aber auch übertriebene Aktivitäten kommen vor, wie das Singen in der Nacht. Die üble Nachrede über den Raubvogel Amsel sollte man vergessen und für die Schäden an Erdbeeren und Kirschen sollte man als Prämie gelten lassen für ein ganzes Jahr Vertilgung von Schadinsekten und Schnecken. Als Dankeschön kommt noch ihr Lied mit seinen Variationen, welches dem der Nachtigall fast gleich kommt. Literatur
- BERND-MEISE (1959): Naturgeschichte der Vögel, I. - BOCHNIG, H. J. (1992): Beobachtungen bei einer Amselbrut, Gef. Welt 05/92. - MILDENBERGER, H. (1984): Die Vögel des Rheinlandes II. - STEIN, H. (1974) Ein Beitrag zur Brutbiologie, Beitr. Vogelk. 20:467 - STEINBACHER, G. (1953): Zur Biologie der Amsel, Biolog. Abhandl., Heft 5. - STEPHAN, B. (1985): Die Amsel, NBB 95, Wittenberg. - VAURIE, CH. (1959): The Birds ...., Passeriformes. - WEYERS, B. (1989): Zur Biologie der Amsel, Die Voliere 12, Heft 7:196; Heft 8:245 - WOLTERS, H.E. (1975-1987): Die Vogelarten der Erde. Berlin. Anschrift des Verfassers: MANFRED GIEBING, 57629 NORKEN, Köln-Leipziger-Straße Nr. 25. (C) Text: Manfred Giebing, Foto: Jürgen Giebing www.dievoegeleuropas.de |